TT04: Gomser Trekking

 Nicht weniger als drei Alpenpässe, die Furka, der Grimsel und der Nufenen, führen aus drei verschiedenen Himmelsrichtungen ins obere Goms, Pässe, die schon vor langer Zeit mit Saumwegen ausgebaut wurden, über die Waren transportiert und Personen gereist sind, die Arbeit brachten in ein agrarisch geprägtes Tal. Alle diese drei Zugänge liegen jedoch im Winter unter einer dicken Decke Schnee und das heisst nichts anderes, dass sie für mehr als die Hälfte des Jahres geschlossen sind, unbenutzbar für Menschen, Tiere und Maschinen.

Selbst die Eisenbahn über den Furkapass war einst ein reiner Sommerbetrieb, der in der kalten Jahreszeit in Oberwald endete. Der Bau des Basistunnels durch den Furka, eröffnet 1982, änderte vieles; seither ist Oberwald das obere Tor zum Goms und der Bahnbetrieb ist ganzjährig möglich geworden. Das «Gomser Trekking» beginnt aber bereits in der Gotthardregion, in Andermatt und führt über den Furkapass ins obere Goms. Auf dem landschaftlich schönen und erholsamen «Gommer Höhenweg» strebt die Tour weiter gegen Westen, verläuft hoch über der jungen Rhone talabwärts und besucht dann das äusserst reizvolle Binntal, das für seine Mineralien berühmt ist. Ein letzter Alpiner Übergang verbindet zuletzt das Binntal mit dem Dörfchen Rosswald, das auch einer Terrasse hoch über Brig gelgeen ist; von hier schweift der Blick über einen grossen Teil des Rhonetals und die Walliser Berggiganten liegen zum Greifen nah. In unmittelbarer Nähe von Brig endet das Goms und Brig ist denn auch das Ziel des Gomser Trekking – ein Katzensprung von Rosswald, Dank der Seilbahn und einem Bus.

Infos

€ Preise sind als Information zu verstehen. Massgebend ist der aktuelle Wechselkurs bei Buchung.
 Andermatt > Tiefenbach > Oberwald > Münster > Fiesch > Binn > Brig.
 Kategorie III: Trekking-Touren.
 Täglich 07.07.2018 bis 15.09.2018.
 7 x Hotels.
 7 x Frühstück, 5 x Abendessen.
 Täglicher Gepäcktransport.
 CHF 1’200.00 (€ 1’045.00) pro Person bei 2 Personen, CHF 1’050.00 (€ 915.00) pro Person bei 4 Personen, ab Andermatt/bis Brig.

Kundenmeinung

«Wir wollten uns noch einmal ganz herzlich für die perfekte Organisation der wunderschönen Trekking-Tour bedanken. Es hat alles wunderbar geklappt. Die Hotels waren gut ausgesucht, das Gepäck immer an richtiger Stelle und die Wanderbeschreibungen gut umsetzbar. Selbst die Furka Dampfbahn kam genau zu dem Zeitpunkt am Tunneleingang an, als wir dort Rast machten.»

Karte

Reiseprogramm

Tag 1: Andermatt. Anreise mit der Bahn nach Andermatt. Auf dem Weg dorthin fahren Sie mit einem der roten Züge der Matterhorn-Gotthardbahn durch die Schöllenenschlucht, die in der Schweizer Sagenwelt eine wichtige Rolle spielt: Nachdem es den Menschen nicht gelungen war, eine Brücke in dieser wilden, engen Schlucht zu bauen bot ihnen der Teufel persönlich seine Hilfe an. Er war bereit, die Brücke zu bauen, verlangte jedoch die Seele des ersten, der über die Brücke gehen würde. Man war sich einig, der Teufel baute die Brücke und wartete dann auf sein Opfer. Die Menschen jedoch jagten zuerst einen Ziegenbock über den neuen Steg und tricksten den Teufel auf diese Weise aus. In seiner rasenden Wut schmetterte der Teufel daraufhin einen Felsblock auf das kleine Dorf Göschenen, das er jedoch verfehlte. Diesen riesigen Stein kann man heute noch dort bewundern.

Tag 2: Andermatt – Tiefenbach. Das Urserental, in dem Andermatt liegt, ist ein breites, in der Sohle fast flaches Tal, dessen südliche Flanke Sie heute zuerst erklimmen, um dann auf dem «Urschermer Höhenweg» in Richtung Furkapass zu wandern. Die Aussichten sind wundervoll, während das Wandern – sobald die Höhe einmal erreicht ist – einfach vonstatten geht. Ihr Tagesziel ist das Hotel Tiefenbach, das einsam an der Furkapassstrasse gelegen ist.

Tag 3: Tiefenbach – Oberwald. Tiefenbach hat seinen eigenen Bahnhof, doch der liegt 250 Höhenmeter weiter unten im Tal. Vielleicht möchten Sie diesen Abstieg dennoch auf sich nehmen, um einen der Dampfzüge zu bewundern, die regelmässig auf der alten Furkabahnstrecke verkehren. Entlang der Bahn wandern Sie gegen den Pass, den Sie dann jedoch mit einem steilen Anstieg wieder gewinnen müssen (es besteht auch die Möglichkeit, mit dem Bus von Tiefenbach zum Scheitel des Furkapasses zu fahren). Wesentlich gemütlicher setzt sich die Wanderung fort und Sie wandern durch das innere Ende eines kleinen Seitentals, an der Zunge eines Gletschers vorbei, bevor der Weg abwärts weist und Sie allmählich nach Oberwald absteigen. Die Nacht verbringen Sie in diesem Dorf, das Dank des Furkatunnels heute zu Recht als Tor zum Gomstal gilt.

Tag 4: Oberwald – Münster. Der «Gommer Höhenweg» ist ein angenehmer und abwechslungsreicher Weg, der kein einziges Mal eine Strasse quert, stets benutzt er Fusswege oder ungeteerte Forststrassen, was bei der Nähe, die er zu den Dörfern des Goms hält, keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Der Höhenweg verläuft auf der warmen, der sonnigen Seite des Tals und verwöhnt Sie mit viel Sonne, aber auch schönen Ausblicken auf die imposante Bergwelt der Umgebung. Die Gipfel des Oberaargebietes, die sich nordseitig über dem Höhenweg auftürmen, bleiben oft im Verborgenen. Oft, aber nicht immer: dann und wann, insgesamt 14 Mal, führt der Weg in die mehr oder minder tief in die Berghänge eingefurchten Seitentäler, die sich fast immer grosszügig verhalten und nicht nur mit wilden Bächen aufwarten, sondern den Blick freigeben auf die Gipfelwelt mit ihren felsigen Kragen, steinernen Türmen und gerölligen Halden. Nach einer gemütlichen Wanderung von rund 5 Stunden erreichen Sie das Dorf Münster, das mit schönen alten Walliser Häusern aufwartet.

Tag 5: Münster – Fiesch. Ein kurzer Anstieg bringt Sie zurück auf den Gommer Höhenweg, auf dem Sie weiter westwärts wandern. In bereits vom Vortag bekannter, angenehmer Manier bringt Sie der Weg nach Bellwald, einem hoch über dem Tal auf einer sonnigen Terrasse gelegenen Dorf, das nicht nur allein wegen der schönen Aussicht lockt. Auch das Dorf selber ist sehenswert, Dank seines alten Kerns mit vielen alten, von der Sonne dunkelbraun gebrannten Speichern. Diese für das Wallis typischen Gebäude, in denen Vorräte aufbewahrt wurden, sind auf Pfählen gebaut, damit keine Mäuse ins Innere gelangen konnten, wobei zwischen den Pfählen und der Vorratskammer noch flache Steine liegen, damit die kleinen Nager nicht hochklettern können. Von Bellwald steigen Sie hinab nach Fiesch, dem wohl wichtigsten Ort im Tal, der auch Annehmlichkeiten wie ein Schwimmbad zu bieten hat, in dem Sie sich von der heissen Walliser Sonne etwas abkühlen können.

Tag 6: Fiesch – Binn. Viele Wege führen nach Binn doch vielleicht lohnt es sich, auf alten Säumerpfaden dorthin zu gelangen, Pfade, auf denen die Menschen schon seit Jahrhunderten durch das Binntal ins benachbarte Italien gereist sind. Zuerst besuchen Sie unterwegs das aussergewöhnlich gut erhaltene Dorf Ernen, das für die Pflege seines Dorfbildes schon eine Auszeichnung erhalten hat. Dann wandern Sie weiter taleinwärts und schlussendlich durch eine enge Schlucht nach Binn, wobei Sie dabei die alte Strasse benutzen, die heute Wanderern und Velo fahrenden vorbehalten ist. Übernachtung in Binn.

Tag 7: Binn – Fiesch. Die letzte Etappe Ihrer Wanderwoche, wobei heute noch eine kleine Herausforderung vor Ihnen liegt, indem Sie den zweiten Pass der Tour überwinden. Durch das wilde Saflischtal steigen Sie hinauf zum Saflischpass auf 2563 Metern, dem höchsten Punkt, den Sie während dieser Wanderwoche erreichen. Nach Überquerung des Sattels geht es bergab, jedoch nicht allzu steil, denn Sie traversieren Gras bewachsene, alpine Hänge und gelangen so aussichtsreich nach Rosswald, das auf einem Bergrücken hoch über dem Rhonetal liegt. Eine Seilbahn hilft bequem dorthin hinab und nach einer anschliessenden, kurzen Busfahrt sind Sie im Zentrum von Brig angelangt, Ihrem Ziel, wo Sie die letzte Nacht dieser unvergesslichen Wanderwoche verbringen.

Tag 8: Rückreise.