TT01: Bündner Trekking

 Graubünden ist der einzige Kanton der Schweiz, der offiziell dreisprachig ist. So ist dieser Landesteil wohl eine der wenigen, wenn nicht gar die einzige Region Europas, in der auf so kleinem Raum gleich drei Sprachen und damit drei Kulturkreise nebeneinander existieren. Die nach Süden, nach Italien oder gegen das Tessin hin ausgerichteten Täler sind italienischsprachig, in vielen Talschaften lebt die lateinische Sprache Romanisch fort und wo sich vor langer Zeit die aus Westen, aus dem Wallis eingewanderten Walser niedergelassen haben, wird Deutsch gesprochen.

Nebst diesen verschiedenen Kulturen, die seit altersher im Gebiet des grauen Bundes leben, war Graubünden schon immer ein Transitgebiet, ein Land, durch das Menschen reisten und Waren transportiert wurden. All diese Einflüsse haben Graubünden geprägt und es zum dem gemacht, was es heute ist: eine kulturell enorm vielfältige Region, die überdies in eine der grossartigsten Gebirgslandschaften Europas eingebettet liegt. Die Wanderwoche «Alpines Trekking Graubünden» verbindet diese drei Sprachregionen und führt dabei durch vier grosse Talschaften, die jede einen anderen Charakter aufweist. Dazwischen liegen aussichtsreiche Bergübergänge und es gehört zu den schönsten Wanderlebnissen der Schweiz, die sieben in dieser Tour aneinander gereihten Etappen in einem Stück zu erwandern. Vom zweiten Tag an, wenn Sie die Duccanfurgga überschreiten, bis zum letzten Wandertag auf dem Scheitel des Pass Lunghin wandern Sie dabei übrigens durch den Parc Ela. 548 Quadratkilometer, zwei Täler, ein Park: das ist der Parc, der grösste regionale Naturpark der Schweiz. (Seit 2012 offizieller Naturpark), Kandidat für das «Naturpark»-Label des Bundes. Er ist 3 mal so gross wie der Nationalpark und umfasst eine Fläche von der Grösse des Kantons Baselland. Der Ela Parc ist dabei nicht zuletzt eine Projekt, in dem 19 Gemeinden zusammenarbeiten mit einem Ziel, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen.

Infos

€ Preise sind als Information zu verstehen. Massgebend ist der aktuelle Wechselkurs bei Buchung.
 Davos > Sertig > Bergün > Savognin > Alp Flix > Bivio > Maloja.
 Kategorie III: Trekking-Touren.
 Täglich 07.07.2018 bis 15.09.2018.
 7 x Hotels.
 7 x Frühstück, 1 x Abendessen.
 Täglicher Gepäcktransport.
 CHF 1’195.00 (€ 1’040.00) pro Person bei 2 Personen, CHF 1’045.00 (€ 905.00) pro Person bei 4 Personen, ab Davos/bis Maloja.

Kundenmeinung

«Die Wanderwoche ist super gelaufen und wir möchten uns ganz herzlich für die tolle Organisation bedanken. Die Hotel waren sehr gut und der Transport unserer Koffer ist sehr gut gelaufen. Wir haben Glück mit dem Wetter gehabt, es hat nur einmal am zweiten Tag geregnet, sonst war es optimal! Wir waren sogar auf dem Piz Languard. Dort war das Wetter traumhaft! Wir bedanken uns noch für die Organisation.»

Karte

Reiseprogramm

Tag 1: Davos. Anreise und Übernachtung in diesem bekannten Kurort.

Tag 2: Davos – Sertig. Ihre erste Tagesetappe beginnt direkt vor der Haustür Ihres Hotels: zuerst wandern Sie gemütlich ins beschauliche Dischmatal, bevor die wahre Herausforderung des Tages beginnt: der Aufstieg auf das 2590 Meter hohe Jakobshorn. Geniessen Sie die Aussicht von diesem bekannten Gipfel, bevor Sie die Tour fortsetzten und auf dem Bergrücken zum Jatzhorn (2682m) und weiter zur Tällifurgga wandern. Durch einen wundervollen Arvenwald steigen Sie von diesem Passübergang hinab ins hübsche Dorf Sertig, wo Sie die Nacht in einem komfortablen Hotel verbringen.

Tag 3: Sertig – Bergün. Von Sertig wandern Sie in das schöne Ducantal. Als typisches hängendes Tal liegt der Eingang zum Ducantal wesentlich höher als Sertig und Sie wandern eine eindrückliche Geländestufe empor, über die ein hoher Wasserfall zu Tale stiebt. Im Ducantal angelangt erwartet Sie eine völlige neue Welt, die etwas abgeschlossenes, sehr einsames hat. Über die Ducanfurgga gelangen Sie ins Val da Stugl und auf die Alp da Stugl. Von hier steigen Sie über den Cuolm da Latsch ins winzige Dörfchen von Latsch, das aussichtsreich auf einer Terrasse über Bergün liegt. Abstieg per Postauto oder zu Fuss nach Bergün, Ihrem Ziel für den Tag.

Tag 4: Bergün – Savognin. Es gibt in Graubünden, ja in der Schweiz, wenige Wanderungen, die derart grossartig und überwältigend sind wie diese Gebirgstour, die vom Albulatal ins Oberhalbstein führt. Eine besondere Attraktion stellen die riesigen Kalksteinwände des Piz d’Ela und des Corn da Tinzong dar, welche die ganze Tagesetappe dominieren. Von Bergün steigen Sie auf zur kleinen Elahütte und wandern von dort weiter durch eine von Kalksteinblöcken geprägte Gebirgslandschaft auf den Pass digls Orgels. Von diesem Übergang steigen Sie hinab zum Bergsee Lai Tigiel, anschliessend queren Sie weite Alpweiden, bevor der lange Abstieg beginnt, der durch bewaldetes Gebiet hinab nach Savognin führt, wo Sie in einem komfortablen Hotel untergebracht sind – ein willkommener Luxus nach diesem unvergesslichen, aber anspruchsvollen Tag.

Tag 5: Savognin – Alp Flix. Die heutige Etappe ist beschaulich und relativ kurz. Nutzen Sie die Zeit, um die Aussicht zu geniessen, an schönen Plätzen zu verweilen oder um einen erholsamen Nachmittag auf der Alp Flix zu verbringen. Ihre heutige Wanderung führt Sie zuerst dem Ufer der Gelgia (Julia) entlang, dann queren Sie einen fast verwunschenen Wald und erreichen das winzige, malerische Dörflein Ruenga (Röna). Hier beginnt der Anstieg hinauf zur Alp Flix, einer grossen Geländeterrasse mit herrlichem Ausblick und einigen wunderschönen Bergseen, die zum Verweilen einladen.

Tag 6: Alp Flix – Bivio. Schon bald nach Verlassen des Hotels beginnt der kurze Anstieg hinauf zum Kanonensattel. Die Distanz nach Bivio, Ihrem Tagesziel, wäre von hier aus gering, bei ansprechendem Wetter werden Sie es aber vorziehen, weiter bergauf zu wandern bis zum Übergang der Fuorcla digl Leget. Hier gelangen Sie eine fremd anmutende, jedoch faszinierende Landschaft, eine Gelände aus Felsblöcken, Geröll und beeindruckenden Kalksteingipfeln. Der Julierpass ist Ihr nächstes Zwischenziel und wo Sie die Passstrasse fast erreicht haben wandern Sie weiter durch das Tal abwärts nach Bivio. Bivio bedeutet «Abzweigung», was vieles sagt über dieses Dorf, verzweigen hier doch zwei Gebirgsrouten, wovon eine über den Julierpass, die andere über den Septimerpass in Richtung Süden führt.

Tag 7: Bivio – Maloja. Auf den Spuren der Römer, die diesen Übergang schon gekannt haben, wandern Sie von Bivio auf den Septimerpass. In den Jahren 1989 bis 1991 wurde dieser historische Weg restauriert und so wandern Sie zwischendurch auf den freigelegten Pflastersteinen, mit denen diese Passstrasse vor langer Zeit für Pferdefuhrwerke befahrbar gemacht worden ist. Wer eine etwas längere Etappe vorzieht, steigt von Bivio auf zur Fuorcla da la Valletta. Hier gelangen Sie ins benachbarte Averstal, an dessen Flanken Sie zur Forcletta queren, um von dort den Septimerpass zu erreichen. Die Steigung ist noch nicht vorüber, doch der Anstieg zum Pass Lunghin ist nicht allzu lang und vielleicht haben Sie noch Lust, den Abstecher zum 2780 Meter hohen Piz Lunghin zu wagen. Ein wundervoller Bergsee unterhalb der Passhöhe lädt zum Verweilen, bevor Sie nach Maloja hinabsteigen, wo Ihre Wanderwoche endet.

Tag 8: Abreise. Heimreise ab Maloja.