WT03: Rhätisches Bahnwandern

 Der Kanton Graubünden darf mit Recht als Mekka der Eisenbahnfreunde bezeichnet werden. Fast alle Eisenbahnstrecken des Kantons wurden mit einer Spurweite von 1000 mm gebaut. Natürlich war es das gebirgige Terrain der Region, das die Eisenbahnbauer diese Spurbreite wählen liess. Denn so lassen sich engere Kurvenradien bauen, was wiederum die Baukosten deutlich reduzierte. Aber auch so waren die Eisenbahnpioniere noch mit formidablen Herausforderungen konfrontiert.

Die technischen Lösungen der Ingenieure der damaligen Zeit faszinieren noch heute und es gibt wohl nur wenige grosse Bauwerke, die derartig gut in die Landschaft passen wie die Eisenbahnlinien der Rhätischen Bahn. Und es gibt kaum ein Eisenbahnnetz in der Welt, das so viele Brücken und Tunnels pro Kilometer aufweist, wie das in Graubünden der Fall ist. Die Genialität der Linienführung fällt natürlich nicht nur den Bahnpassagieren auf, sondern lässt sich gerade auch aus der Perspektive von Wanderwegen bestens bewundern. Die Wanderwoche «Rhätische Bahn» führt zu den schönsten Bauwerken der Rhätischen Bahn, wobei natürlich auch das Landschaftserlebnis nicht zu kurz kommt.

Infos

€ Preise sind als Information zu verstehen. Massgebend ist der aktuelle Wechselkurs bei Buchung.
 Davos > Filisur > Bergün > Samedan > Bernina Pass > Pontresina > Brusio.
 Kategorie II: Wander-Touren.
 Täglich 30.06.2017 bis 17.09.2018.
 7 x Hotels.
 7 x Frühstück.
 Täglicher Gepäcktransport.
 CHF 1’055.00 (€ 920.00) pro Person bei 2 Personen, CHF 935.00 (€ 815.00) pro Person bei 4 Personen, ab Davos/bis Poschiavo.

Kundenmeinung

«Die Wanderwoche hat allen sehr gut gefallen. Die Hotels waren meistens top, vor allem die Wirte!»

Karte

Reiseprogramm

Tag 1: Davos. Anreise nach Davos und Übernachtung in diesem grossen, weltbekannten Kurort.

Tag 2: Davos – Filisur. Wanderung durch das Tal, das vom Fluss Landwasser geschaffen wurde und den Erbauern der Linie Davos - Filisur einige Probleme bereitete. Höhepunkt des Tages ist wohl der gebogene, in Schwindel erregender Höhe verlaufende Landwasserviadukt. Es gibt einige gut erreichbare Punkte, die eine wundervolle Aussicht auf diese Brücke und die darüber fahrenden Züge erlauben.

Tag 3: Filisur – Bergün. Die zwei Dörfer Filisur und Bergün werden von einer tiefen, engen Schlucht getrennt und wiederum war die Phantasie der Bahnbauer gefragt, um dieses Hindernis zu überwinden. Je nach Wahl wandern Sie durch die Schlucht mit gelegentlichen Blicken auf die Eisenbahnlinie, oder aber Sie wählen die aussichtsreicheren höheren Regionen, um von Filisur nach Bergün zu gelangen. Soweit es die Zeit zulässt können Sie das Ortsmuseum Bergün besuchen, wo die lokalen Eisenbahnfreunde ein Modell der Albulabahn erstellt haben.

Tag 4: Bergün – Samedan. Der Abschnitt Bergün – Preda ist eine Paradestrecke der Rhätischen Bahn. Auf einer Distanz von nur 6 Kilometern Luftlinie erklimmen die Züge zwischen diesen beiden Orten eine Höhendifferenz von 400 Metern, wobei der Schienenstrang eine Länge von 14 Kilometern aufweist. Schlaufen und Kehrtunnels haben es ermöglicht, dass dieser steile Abschnitt ohne die Hilfe von Zahnradstangen überwunden werden kann. Auf dem Wanderweg von Bergün nach Preda haben Sie viele Gelegenheiten, um die geniale Linienführung und die kühnen Viadukte zu bewundern. In Preda verlassen Sie dann die Eisenbahn und wandern durch eine fantastische Gebirgswelt nach Spinas, einem einsamen Ort, dessen winzige Bahnstation Wildwestcharakter hat. Von Spinas wandern Sie nach Bever, um von dort den Zug für die kurze Strecke nach Samedan zu nehmen.

Tag 5: Samedan– Bernina. Der Tag beginnt mit einer Bahnfahrt nach Pontresina, von wo Sie immer in der Nähe der Bahngeleise in Richtung Bernina wandern. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit zu einem Abstecher auf einen Aussichtspunkt, der Ihnen einen grandiosen Blick auf die eisige Welt des Morteratschgletschers und der berühmten Berge des Berninamassivs gewährt. Übernachtung in der grandiosen Gebirgswelt des Bernina Passes, dem Tor zum italienischsprachigen Val Poschiavo.

Tag 6: Bernina – Poschiavo. Die Bahnlinie vom Berninapass auf 2250 Metern hinunter nach Poschiavo (1015 Meter) ist ein weiteres Bespiel für die Genialität der damaligen Eisenbahnbauer. Auf Ihrem Weg vom harschen alpinen Klima hinunter zum bereits mediterran angehauchten Poschiavo geniessen Sie nicht nur eine fantastische Aussicht auf die vergletscherte Welt des Berninamassivs, sondern haben auch gute Chancen, in einem Wildschutzgebiet viele Gämsen zu beobachten. Daneben ist die Bahn Ihre stetige Begleiterin und Sie werden ein weiteres Mal die vielen Bauwerke bewundern, die nötig waren, um die ohne Zahnstangen operierende Berninabahn die Höhendifferenz von über 1000 Metern überwinden zu lassen. Das gepflegte Dorfbild von Poschiavo weist als Besonderheit auch ein spanisches Quartier auf. Diese Häuser wurden von zurückgekehrten Auswanderern im spanischen Stil gebaut, nach dem Vorbild der Gebäude, die sie in der Fremde gesehen hatten.

Tag 7: Poschiavo – Brusio. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von Poschiavo nach Brusio zu wandern. Egal welchen Weg Sie wählen, Sie werden einen Höhepunkt des Tages nicht verpassen: der einmalige Kehrviadukt der Rhätischen Bahn, die über dieses aussergewöhnliche Bauwerk eine letzte Steilstufe überwindet. Rückkehr per Bahn nach Poschiavo.

Tag 8: Rückreise. Heimreise ab Poschiavo.