WT01: Europaweg

     Das Matterhorn, dieser weltberühmte Berg mit seiner einzigartigen Pyramidenform, ist längstens zum Wahrzeichen von Zermatt geworden. Touristinnen und Touristen aus der ganzen Welt reisen hierher, um diesen Berg mit eigenen Augen zu sehen. Dabei hat Zermatt trotz seiner Bekanntheit viel von seinem ursprünglichen Charme bewahrt. Der Besuch des Ortes lohnt sich, allein schon wegen der verwinkelten Gassen und alten Häuser, die das Dorfbild von Zermatt prägen, selbstverständlich aber auch wegen der fantastischen Bergwelt, in die Zermatt eingebettet liegt.

    Besonders lohnend ist es, zu Fuss nach Zermatt zu gelangen, aus eigener Kraft immer weiter ins Mattertal hinein zu wandern und sich dabei den Höhepunkt auf den Schluss zu sparen: der Anblick von Zermatt mit dem Matterhorn! Die Wanderwoche «Wallis: Europaweg» verbindet zwei spektakuläre Höhenwege, und leitet dabei durch die eindrückliche Bergwelt des östlichen Wallis, wobei die höchsten Berge der Schweiz immer im Blickfeld bleiben. Die Tour beginnt in Rosswald hoch über Brig und führt via Simplon Pass, Saas Fee nach Grächen und von dort in zwei Tagen über den Europaweg – den König aller Höhenwege in der Schweiz – nach Zermatt.

    Südlich der Europahütte wurde 2017 eine neue Hängebrücke eröffnet. Diese macht den ursprünglichen Wegverlauf zwischen Europahütte und Zermatt wieder möglich. (Foto: George Eisler)

    Infos

    € Preise sind als Information zu verstehen. Massgebend ist der aktuelle Wechselkurs bei Buchung.
     Brig > Simplon > Gspon > Saas Fee > Grächen > Europahütte > Zermatt.
     Kategorie II: Wander-Touren.
     Täglich 04.07.2020 bis 05.09.2020.
     6 x Hotels, 1 x Berghütte.
     7 x Frühstück, 5 x Abendessen.
     Täglicher Gepäcktransport, ausser an den Tagen 2 (optional möglich) und 6.
     CHF 1’125.00 (€ 1'020.00) pro Person bei 2 Personen, CHF 1'010.00 (€ 920.00) pro Person bei 4 Personen, ab/bis Brig.

    Kundenmeinung

    «Die Tour im Wallis hat uns sehr gut gefallen, wir haben dabei einige Ortskenntnisse im Oberwallis erworben, und es ist auch organisatorisch alles perfekt mit Schweizer Präzision abgelaufen. Die Wanderstrecken waren zwar lang (wir haben gewöhnlich die Zeitangaben etwas überzogen), aber bei gutem Wetter durchaus noch ‹altersgerecht›.»

    Karte

    Reiseprogramm

    Tag 1: Brig. Anreise nach Brig. Erkunden Sie dieses charmante Städtchen, das seine Bedeutung seit altersher dem Transitverkehr über den Simplon verdankt. Insbesondere der Stockalperpalast zeugt vom Wohlstand, den die günstige Verkehrslage einst nach Brig gebracht hat.

    Tag 2: Brig – Simplon. Eine kurze Busfahrt bringt Sie nach Brig-Ried, wo Sie mit der Gondelbahn zur hoch über dem Tal auf einem Bergrücken gelegenen Siedlung Rosswald hinauffahren. Von hier aus scheint der Simplonpass schon fast in Griffweite zu sein. Tatsächlich ist die Wanderung bis dorthin jedoch recht lang, dafür aber sehr lohnend. Durch die herrliche Landschaft über dem Gantertal wandern Sie durch die von lichten Lärchenwäldern bewachsenen Bergflanken zur Bortelhütte, wo Sie sicher ein Pause einlegen wollen. Nächster Etappenpunkt ist das kleine Dorf Rothwald an der Simplonpassstrasse, von wo Sie auch mit dem Postauto bis zum Übernachtungsort fahren können. Wer die Wanderung weiterführen will, steigt hinab zur Taferna, die wild schäumend talwärts fliesst. Nun wandern Sie auf dem historischen Stockalperweg zuerst hinauf zum Simplonpass, wo die Etappe endet.

    Tag 3: Simplon – Gspon. Der Tag beginnt mit einem Aufstieg, der Sie zum 2417 Meter hohen Bistinepass führt. Dies ist das Tor zum wilden, einsamen Nanz Tal, das in eine wundervolle Bergwelt eingebettet liegt. Sie wan-dern hinab auf den Talgrund, um anschliessend den Gebidumpass zu erklimmen oder Sie folgen alten Suonen, die Sie auf hoch über dem Talboden um das innere Nanztal führen. Sanft abfallend führt ein schöner Höhenweg vom Gebidumpass durch Lärchenwälder hinüber nach Gspon. Sie übernachten in diesem winzigen Dörfchen, das nur mit einer Seilbahn mit dem Rest der Welt ver-bunden ist.

    Tag 4: Gspon– Saas Fee.Der alte Walserweg von Gspon bringt Sie zuerst hinauf zur Alpsiedlung von Oberfinilu und weiter bis in die Region der Waldgrenze, der Sie nun folgen. Sie queren einen eindrücklichen Steilhang bis Sie die Alp Bachalpji erreichen, den höchsten Punkt des Tages. Über Heimischgartu steigen Sie nun hinab nach Saas Grund, von wo Sie die letzten Kilometer (eventuell auch per Bus) nach Saas Fee zurücklegen.

    Tag 5: Saas Fee – Grächen. Der Weg, dem Sie heute folgen, ist sehr populär, was nicht überrascht angesichts der tollen Aussicht, die Sie auf Schritt und Tritt begleitet. Hoch über dem Saas Tal (und der gestrigen Etappe gleich gegenüber) traversieren Sie von Saas Fee durch spektakulär steile Bergflanken zur Hannigalp, von wo Sie die Wahl haben, per Seilbahn oder zu Fuss durch Schatten spendende Wälder nach Grächen hinab zu steigen.

    Tag 6: Grächen – Europahütte. Heute folgen Sie dem Europaweg – zumindest zu Beginn der Etappe, bis Sie das Dorf Gasenried erreichen. Ab hier steigt der eigentliche Verlauf des Europawegs steil in die Höhe, um dann hoch über dem Mattertal die Europahütte zu erreichen. Aufgrund von Steinschlägen auf einem Abschnitt des Wegs wurde der offizielle Europaweg zwischen Gasenried und Europahütte Ende Sommer 2018 geschlossen. Die Möglichkeit für einen alternativen Wegverlauf wird evaluiert, bis das jedoch soweit ist bleibt nur der Talweg, um zur Europahütte zu gelangen, doch natürlich hat auch diese Variante ihre reizvollen Seiten. Im Schatten eines Waldes wandern Sie daher von Gasenried ab-wärts nach Herbriggen, von wo Sie dem Bergfluss Matter bis Randa folgen. In Randa angekom-men sehen Sie vielleicht hoch über dem Dorf die Hängebrücke, die Sie am nächsten Tag passie-ren werden. Es bleibt nun der Aufstieg von Randa zur Europahütte, eine zwar steile Wanderung, die Sie jedoch durch einen lichten Lärchenwald führt und Ihnen Gelegenheit gibt, die vielfältige Pflanzenwelt dieser Region zu bewundern. In der Europahütte angekommen, geniessen Sie dort den Rest des Tages auf der sonnigen Terrasse und erleben mit etwas Glück auch einen wunder-vollen Sonnenuntergang. Die ganze Wanderung von Grächen bis zur Europahütte über den Talweg ist recht lang, jedoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Etappe mit Bus oder Bahn abzukür-zen.

    Tag 7: Europahütte – Zermatt. Gleich nach Verlassen der Europahütte erwartet Sie ein aufregendes und spektakuläres neues Stück des berühmten Europawegs: um den «Gufergraben» - ein Geröllband mit grosser Steinschlaggefahr – zu überwinden, wurde im Jahr 2017 eine neue Hängebrücke gebaut, die mit 550 Metern Länge als weltweit längste Hängebrücke für Fussgänger gilt. Diese Stelle musste während mehreren Jahren grossräumig umgangen werden, nun ist der ursprüngliche Wegverlauf wieder weitgehend hergestellt und wodurch die Wanderung auch am letzten Tag wieder deutlich einfacher geworden ist.

    Nach Querung der Brücke können Sie also wieder dem einstigen Verlauf des Europawegs folgen. Dieser verläuft weiter die die Bergflanke entlang, hoch über dem Tal, wobei Sie eine fantastische Aussicht geniessen. Der Weg führt stellenweise durch Tunnels und spektakulär in den Fels gehau-ene Abschnitte. Schliesslich erreichen Sie die Täschalp mit ihrer wundervollen Aussicht auf das beeindruckende Weisshorn. Von hier wandern Sie weiter auf dem Europaweg, begleitet von einem fantastischen Panorama, das vom Matterhorn dominiert wird, bis nach Sunegga oberhalb von Zermatt. Abstieg nach Zermatt entweder zu Fuss durch den Wald oder in wenigen Minuten mit der Standseilbahn .

    Tag 8: Rückreise