GT04: Aletschgebiet

 Der Aletschgletscher, Europas längster und grösster Eisstrom, hat seinen Anfang am Südhang des Jungfraujoch, gleich neben dem welt­be­rühmten Eiger, und fliesst von dort in Richtung Süden, bettet sich ein zwischen hoch­alpine Gipfel, von denen nicht wenige die 4000 Meter Marke über­schreiten.

Vom Gipfel des Eggishorn (2878m), der Dank einer Seilbahn leicht zu erreichen ist, schweift der Blick über einen grossen Teil der enormen Eismasse des Aletschgletschers und wer hier oben steht versteht ohne weiteres, weshalb diese eindrückliche Region durch die UNO als Weltnaturerbe anerkannt worden ist. Diese Welt aus Schnee, Eis und Fels mit en unerreichbar scheinenden Berggipfeln, zwischen denen der gefrorene Fluss eingebettet liegt – dieses Panorama ist schlichtweg eines der schönsten im ganzen Alpenraum.

Infos

€ Preise sind als Information zu verstehen. Massgebend ist der aktuelle Wechselkurs bei Buchung.
 Oberwald > Münster > Fiesch > Riederalp > Blatten > Mund > Brig.
 Kategorie I: Genuss-Touren.
 Täglich 07.07.2018 bis 16.09.2018.
 7 x Hotels.
 7 x Frühstück, 5 x Abendessen.
 Täglicher Gepäcktransport.
 CHF 1'025.00 (€ 890.00) pro Person bei 2 Personen, CHF 950.00 (€ 830.00) pro Person bei 4 Personen, ab Oberwald/bis Brig.

Kundenmeinung

«Wir haben bei Ihnen eine wunderbare Wanderwoche im Goms gebucht. Dank Ihrem perfekten und ausführlichen Beschrieb war der Weg immer ganz problemlos zu finden und die angegebenen Zeiten waren sehr präzise. Uns hat es sehr gut gefallen und wir werden Sie auf jeden Fall weiterempfehlen.»

Karte

Reiseprogramm

Tag 1: Oberwald. Mit einem der hübschen, roten Züge der Matterhorn-Gotthardbahn reisen in in gemütlichem Tempo nach Oberwald, dem Tor zum Goms.

Tag 2: Oberwald – Münster. Der «Gommer Höhenweg» ist ein angenehmer und abwechslungsreicher Weg, der kein einziges Mal eine Strasse quert, stets benutzt er Fusswege oder ungeteerte Forststrassen, was bei der Nähe, die er zu den Dörfern des Goms hält, keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Der Höhenweg verläuft auf der warmen, der sonnigen Seite des Tals und verwöhnt Sie mit viel Sonne, aber auch schönen Ausblicken auf die imposante Bergwelt der Umgebung. Die Gipfel des Oberaargebietes, die sich nordseitig über dem Höhenweg auftürmen, bleiben oft im Verborgenen. Oft, aber nicht immer: dann und wann, insgesamt 14 Mal, führt der Weg in die mehr oder minder tief in die Berghänge eingefurchten Seitentäler, die sich fast immer grosszügig verhalten und nicht nur mit wilden Bächen aufwarten, sondern den Blick freigeben auf die Gipfelwelt mit ihren felsigen Kragen, steinernen Türmen und gerölligen Halden. Nach einer gemütlichen Wanderung von rund 5 Stunden erreichen Sie das Dorf Münster, das mit schönen alten Walliser Häusern aufwartet.

Tag 3: Münster – Fiesch. Der Tag beginnt mit einem kurzen Aufstieg zurück auf den Gommer Höhenweg. Sie setzen die Wanderung auf diesem Weg fort, der immer mal wieder in eines der Seitentäler hinein und wieder hinausführt. Fast mühelos gelangen Sie ins Terrassendorf Bellwald mit seiner wundervollen Aussicht über die Oberwalliser Gipfelwelt, das aber auch mit einem schönen alten Dorfkern aufwartet. Mit der Seilbahn oder zu Fuss geht’s dann hinab nach Fiesch, dem Zentrum des Tals, das viele Annehmlichkeiten wie zum Beispiel ein Schwimmbad anzubieten hat.

Tag 4: Fiesch – Riederalp. Natürlich gibt es die Möglichkeit, zu Fuss aufzusteigen, doch die meisten Leute dürften es vorziehen, die Höhendifferenz hinauf zur Fiescheralp mit der Seilbahn zurückzulegen. Atem beraubend schöne Ausblicke auf die imposante Walliser Bergwelt erwarten Sie hier oben, ein Panorama, das Sie nun immer begleitet auf der gemütlichen Wanderung über diese natürliche Gebirgsterrasse hinüber zur Riederalp. Bevor Sie die Wanderung beginnen streben Sie vielleicht noch höher hinauf – kein Problem: eine Seilbahn bringt Sie mühelos auf das Eggishorn, das einen fantastischen Ausblick auf die eisige Welt des Aletschgletschers bietet. Die Wanderung zwischen Fiescheralp und Riederalp ist sehr einfach, es gibt aber auch eine etwas sportlichere Variante. Beispielsweise indem Sie am kleinen Blausee vorbei auf die Hofluh wandern und über diesen Bergrücken – der nochmals wundervolle Blicke auf den Gletscher erlaubt – zur Riederalp gelangen.

Tag 5: Riederalp. Ein Ruhetag, an dem Sie die Annehmlichkeiten Ihres Hotels geniessen können. Wer jedoch etwas aktiver sein möchte: kein Problem. So können Sie beispielsweise die Villa Cassel besuchen, in der Pro Natura ein Naturschutzzentrum eingerichtet hat. In der interessanten Ausstellung erfahren Sie viel Wissenswertes über die Natur rund um den Aletschgletscher. Sie können voher oder anschliessend den kurzen Aufstieg zum Riederhorn (2230m) unternehmen. Oder Sie entdecken den Aletschwald, den grössten Arvenwald der Schweiz, ein Märchenwald, dessen fast magischer Ausstrahlung man sich kaum entziehen kann.

Tag 6: Riederalp – Blatten. Ein weiterer Höhepunkt erwartet Sie heute auf der Wanderung zur nahe gelegenen Belalp. Zuerst steigen Sie hinauf zur Riederfurka. Vorbei an der Villa Cassel folgt dann der Abstieg in das Gebiet «Sand», das im Vorfeld der Gletscherzunge liegt. Einst von Eis bedeckt, das sich jedoch schon vor langer Zeit zurückgezogen hat, wird diese Zone nach und nach vom Wald und einer vielfältigen Flora wieder besiedelt. Überall ragen vom Gletschereis flach geschliffene Felsen aus dem Vegetationskleid. Nach einer Erkundung dieses interessanten Fleckens wandern Sie nun in Richtung der rund 50 Meter tiefen Schlucht, die von der jungen Massa in den Fels gefressen wurde. Eine neu erbaute, 124 Meter lange Hängebrücke hilft Ihnen, sicher auf die gegenüberliegende Seite zu kommen – Tiefblicke garantiert! Nun erwartet Sie ein weiterer Anstieg, dann erreichen Sie die ebenfalls sehr schön gelegene Belalp. Zu Fuss oder mit der Seilbahn geht’s dann hinab nach Blatten, wo Sie übernachten.

Tag 7: Blatten – Mund (– Brig). Mit der Seilbahn kehren Sie zurück auf die Belalp und wandern dann auf einem Höhenweg durch die steile Flanke des Foggenhorn. Während Sie die schöne Aussicht geniessen, fällt der Weg stetig ab in Richtung des Dorfes Birgisch, das Sie jedoch nicht ganz erreichen. Denn nun strebt Ihr Pfad ins enge Gredetschtal. Auf dem Weg dorthin folgen Sie einer so genannten «Suone», das sind alte Bewässerungskanäle, die überall im Wallis zu finden sind. Weil diese Region sehr trocken ist, waren die Menschen seit jeher gezwungen, ihre Weiden und Felder zu bewässern. So bauten Sie diese Suonen, um das Wasser der von Gletschern gespeisten Bäche auf die Felder zu leiten. Manche dieser Kanäle verlaufen haarsträubend entlang senkrechter Felswände und man benötigt oftmals eine gute Portion Mut, um ihnen zu folgen. Die Suone ins Gredetschtal sollte jedoch niemanden abschrecken (es gibt aber auch Alternativrouten). So oder so gelangen Sie schliesslich ins kleine Dorf Mund, das bekannt geworden ist durch seine Produktion des wohl teuersten Gutes das es gibt: Saffran. Dieses Gewürz wird aus einer mit Krokussen verwandten Blume gewonnen, die natürlicherweise im Mittleren Osten gedeiht. Von Mund reisen Sie mit dem Postbus ins Zentrum von Brig, Ihrem Ziel, wo Sie die letzte Nacht dieser unvergesslichen Wanderwoche verbringen.

Tag 8: Rückreise.